Es hat schon seine Vorteile auf dem Land zu wohnen

6.34 Uhr.

Sonntag morgen.

Der Zug fährt an.

Endlich nach Hause. Raus aus der Stadt weg von dieser Geschäftigkeit.
Es hat schon seine Vorteile auf dem Land zu wohnen, denke ich, da ist es jetzt schön ruhig und unstressig. Wenn ich mir vorstelle ich müsste in die andere Richtung fahren und jetzt hier in diesem Trubel ankommen, …

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Früh aufstehen

Natürlich weiß ich, dass es nicht möglich ist und dennoch fühlt es sich an, als würden meine Arme sich heben und meine Hände sich strecken um ihn festzuhalten, den Moment.

Doch der ist vorbei und ich merke: jeder Moment war bereits bevor ein neuer ist!

Aber warum muss das gerade jetzt so furchtbar schnell gehen?

Wie in Trance fließen die Stunden durch uns durch, strömen sie um uns herum, werden zu Minuten, die nur Sekundenbruchteile andauern.

Früh aufstehen muss ich …

Den Zeiger im Nacken und doch- so scheint es- weit genug weg. In etwa wie der Regen, der von draußen an deine Jalousien klopft.

Ich möchte doch einfach noch einen Moment genießen um beruhigt die Augen schließen zu können, aber die Momente fliegen nur so an uns vorüber, wie Schnee beim Autofahren, oder diese Sterne, die dir auf deinem Bildschirmschoner entgegenflimmern.

Und dann merke ich, dass sich einer in deinen Augen spiegelt, ganz klar und kurz …

… und dann bin ich eingeschlafen.

30 und kein bisschen …

Na, wie ist das so … das dritte mal zu nullen …? He, Alter Mann, …! Lächle solange du noch Zähne hast! Männer mit 30 sind wie Kinder – nur nicht so vernünftig! … he, andere Töchter haben auch schöne Mütter, …

Solche und andere Schmähungen muss man eben hinnehmen wenn man mit zunehmender Reifheit gesegnet ist! Dabei musste ich doch unlängst allen Ernstes meinen Ausweis vorlegen um ein Los der Bayernlotterie erwerben zu können (frei ab 18!)!

Aber hört und staunt ihr Spötter: hiermit beklage ich nachdrücklich und in aller Vehemenz den Fluch meiner späten Geburt!

Ja, ihr hört richtig! Wäre ich nämlich so 100 Jahre früher zur Welt gekommen, hätte ich folgenden Satz in die Geschichtsbücher diktiert:

„Du bist so jung wie deine Zuversicht – Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand. Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf die Begeisterung aber runzelt die Seele.“

So genieße ich mein Leben – schließlich liegt die Todeswahrscheinlichkeit für uns Säugetierähnlichen bei über 100 Prozent! – und überlasse die Lorbeeren für diese Wahrheit meinem hochgeschätzten Kollegen Albert Schweitzer.

Und bevor ichs vergesse: Wer Augen hat wie ein Maulwurf soll lieber 2 mal hinschauen!

Zivilisationskrankheiten I

Ich habe mich heut einliefern lassen.

Nein, nicht weil ich total GAGA bin oder gefährlich oder so …  Ich hab mich angesteckt an einer dieser grassierenden und gravierend unterschätzten Krankheiten, die unsere Zivilisation von innen her zersetzen.

„So ist eben unsere Kultur“ höre ich manchen einwenden, jedoch ist Kultur ja auch immer gewissen Normen und Werten verpflichtet, Krankheit nicht!

Es mag ja sein, dass Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Besserung ist, was aber, wenn ich diese gar nicht erst zulasse? Und dann noch sich eingestehen, dass man Hilfe braucht!

Ich bin jetzt soweit, doch es war ein langer Weg! Zivilisationskrankheiten I weiterlesen

Worte der Weisheit

Was wären wir Alltagsphilosophen ohne unser eigenes Lexikon der Weisheiten!?

Manche hat uns der Alltag gelehrt, andere verriet ein alter Schoschonenhäuptling seinem Sohn Großer Jaguar X-5.

Dies ist ein sich ständig erweiterndes Nachschlagewerk!

  • Solange Menschen, die so aussehen wie wir, trotzdem weitermachen, hat niemand das Recht, verzweifelt zu sein. (matthias belz)
  • Wenn ich mich selbst zum Affen mache, fällt es anderen leichter Mensch zu sein. (flo)
  • Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (der kleine Prinz)
  • Der Satiriker ist ein Irrer, der dem Elefanten Mausefallen stellt. (novaczinsky)
  • Sucht mich nicht, ich finde Euch! (d. schwab)
  • Wer seine Mitte verliert sollte wenigstens den Rand halten. (jürgen becker)
  • Glauben ist die Gärung des Wissens (der kleine flo)
  • Man glaubt zu wissen, dass Kolrabi gährt, aber wissen tut man es erst danach. (bif)
  • Du schreibst zu jeder Zeit Deines Lebens andere Lieder.
    Die Du heut nicht schreibst, schreibst Du niemals wieder! (flo)
  • Cause I cant make you love me if you dont
    You cant make your heart feel something it wont
    Here in the dark, in these lonely hours
    I will lay down my heart and I`ll feel the power
    But you wont, no you wont
    cause I cant make you love me, if you dont (sarah bettens)

One day stand

An den Tag als wir uns kennen lernten hab ich grad gedacht,

weißt du noch, wir haben fast geweint, sosehr haben wir gelacht.

Ich erinner mich noch gut an deine Worte: ich bin kein Typ für eine Nacht,

also haben wir die Nacht zum Tag gemacht und somit halt nur einen Tag zusammen verbracht.

Am Abend, der ja dann der nächste Morgen war,

wach ich auf und du bist nicht mehr da

nichts würde mehr so werden, wie es war, das war klar

weil mein Biorhythmus mit der ganzen Sache überfordert war.

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Liebe

  • lehrt mich „Fehler“ lieben zu lernen.
  • lässt mich Momente intensiver genießen.
  • heißt zueinander stehen.
  • schafft Zuversicht.
  • löst Zweifel auf.
  • geben gibt Liebe.
  • macht aus zwei ein ganz großes.
  • spüren gibt Leben.

Ungerade Räderanzahl an Gefährten

sind eigentlich nur schön wenn es sich dabei um ein Tandem handelt, man des Einradfahrens mächtig ist und das Ersatzrad des Autos – wenn man es denn jemals benötigen sollte – aufgepumpt ist.

In den meisten Fällen jedoch wird mit der ungeraden Anzahl ein partnerloses Rad bezeichnet, welches sich in ungleicher Gesellschaft befindet. Überall wird es Zweiräder sehen – egal ob Regenreifen, Allwettergummi oder Slicks. Alle sind sie zu zweit. Und man selbst eiert mit dem nicht besser werdenden Profil alleine die Straße des Lebens entlang. Selbst das Aufpumpen fühlt sich nicht mehr schön an. Die vermeintliche Freiheit des Alleinerollens verblasst wie eine geträumte Tankstelle beim Aufwachen. Es macht keinen Spaß die Kurven so zu nehmen wie man will, denn es ist keiner da der mitrollt. Auch die Tage an denen man den Gummi mal in die Sonne legt und Luft ablässt bedeuten nichts, denn die Felge zum Anlehnen fehlt.

Beide Situationen sind mir wohlbekannt und ich befinde mich in der glücklichen Lage mit meinem Partnerrad rollen zu können. Die schöne Zeit der Zweisamkeit lässt mich ruhiger und bewusster laufen. Ich bin glücklich und zufrieden. Wird unser Gespann wie so oft jedoch auseinander gerissen, fühle ich mich wie ein plattes Rad mit vielen Achtern. Langsam und mühsam geht es nur voran, denn nicht mal mehr wie ein einzelnes Rad, sondern wie ein kaputtes einzelnes Rad fühle ich mich ohne Dich. Bitte komm bald wieder zu mir geeiert, damit wir zusammen gerade rollen können!

Schwermütig

Es gibt da so Tage, da schafft man es vor lauter Schwermut fast nicht aus dem Bett.

All der Weltschmerz scheint einen zu erdrücken: die Freundin weg (und zwar mit dem [ehemals] besten Kumpel), das Ozonloch schickt sonnige Grüße, im Fernsehen reden Politiker an jeglicher Wahrheit vorbei um später mit ihren Bonusmeilen und dem Betriebsrat von VW auf Kosten von VERDI auf die Bahamas zu fliegen, Arbeit is nur Stress, im Irak ne Bombenstimmung, in Afrika sterben Kinder und den ANTON gewinnt Peilsender, …

Könnte es noch schlimmer kommen?

Naja, ich könnte die Hoffnung verlieren …

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Angedacht

Ich liebe das Leben.

Leben heißt lieben.

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Irren ist männlich.

Ich werd noch irre.

Gott irrt nie.

Gott kann kein Mann sein.

Folglich: Wenn leben lieben heißt, ist Liebe ohne Musik ein Irrtum – also das Gegenteil von Gott. Gott ist die Liebe, Musik in meinen Ohren. Sie hat´s halt irgendwie drauf 😉

Liebe ich Gott?

weil sich die Welt schon schnell genug dreht