Ungerade Räderanzahl an Gefährten

sind eigentlich nur schön wenn es sich dabei um ein Tandem handelt, man des Einradfahrens mächtig ist und das Ersatzrad des Autos – wenn man es denn jemals benötigen sollte – aufgepumpt ist.

In den meisten Fällen jedoch wird mit der ungeraden Anzahl ein partnerloses Rad bezeichnet, welches sich in ungleicher Gesellschaft befindet. Überall wird es Zweiräder sehen – egal ob Regenreifen, Allwettergummi oder Slicks. Alle sind sie zu zweit. Und man selbst eiert mit dem nicht besser werdenden Profil alleine die Straße des Lebens entlang. Selbst das Aufpumpen fühlt sich nicht mehr schön an. Die vermeintliche Freiheit des Alleinerollens verblasst wie eine geträumte Tankstelle beim Aufwachen. Es macht keinen Spaß die Kurven so zu nehmen wie man will, denn es ist keiner da der mitrollt. Auch die Tage an denen man den Gummi mal in die Sonne legt und Luft ablässt bedeuten nichts, denn die Felge zum Anlehnen fehlt.

Beide Situationen sind mir wohlbekannt und ich befinde mich in der glücklichen Lage mit meinem Partnerrad rollen zu können. Die schöne Zeit der Zweisamkeit lässt mich ruhiger und bewusster laufen. Ich bin glücklich und zufrieden. Wird unser Gespann wie so oft jedoch auseinander gerissen, fühle ich mich wie ein plattes Rad mit vielen Achtern. Langsam und mühsam geht es nur voran, denn nicht mal mehr wie ein einzelnes Rad, sondern wie ein kaputtes einzelnes Rad fühle ich mich ohne Dich. Bitte komm bald wieder zu mir geeiert, damit wir zusammen gerade rollen können!

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