Alle Beiträge von Flo

Utopie?

Jenseits aller Suche, haben wir uns gefunden

Jenseits aller Mauern uns aneinander gebunden,

bin jenseits aller Wasser in dir ertrunken

jenseits jeden Schrittes, einfach in dir versunken

und hab mich jenseits aller Formen wie ein Kreis im Quadrat

ganz hemmungslos schüchtern an dir betrunken

Bin geschwankt aufrecht gelaufen, gefallen und doch gestanden

Nicht gefahrn und nicht geflogen und konnte dennoch bei rauher See

ganz sanft bei dir landen.

Es ist alles, es ist nichts, es ist Schatten es ist Licht

Es ist unerklärlich klar, es ist so unwirklich wahr

Es sind die leisen Laute im Starken und im Schwachen

Es ist das Fremde, das Vertraute, es ist das Weinen ist das Lachen

Jenseits allen Wissens hast du mich verstanden

Und ich hab an dich gedacht, jenseits aller Gedanken

Kann jenseits aller Schranken ohne Worte mit Dir sprechen

Und ich mach die Leinen fest um mit Dir in See zu stechen

Ohne Kompaß bin ich dennoch sicher mit dir auf Kurs

Denn du bist mein Land, wenn alle Dämme brechen

Du bist mit mir abgestürzt du bist mir auf den Grund gegangen

Hoch geflogen, ungelogen hab ich mich ohne Zwang ganz tief

Drin in dir gefangen.

Endlich wieder einer Meinung (Entscheidungen II)

Du hast dich entschieden. Und? Geht’s dir besser? fragst du.

Hm, weiß nicht. sag ich.

Du musst doch wissen was du fühlst! sagst du.

Lässt sich irgendwie nich beschreiben. sag ich.

Du wirst schon wissen was du tust. sagst du.

Woher denn? sag ich.

Na, du musst doch einen Maßstab für deine Entscheidungen haben. sagst du.

Weiß nich. sag ich.

Soll das heißen du kannst noch nicht einmal sagen warum du dich so entschieden hast? fragst du.

Um ehrlich zu sein … sag ich.

Heißt das, wenn ich dich jetzt an Ort und Stelle fragen würde ob es eine vernunftmäßige oder emotionale oder ökonomische Entscheidung war, dann würdest du erstmal ewig grübeln um mir dann zu erklären, dass du dir nicht sicher bist?! sagst du.

Vermutlich. sag ich.

[Pause]

Irgendwie is das ein komisches Gespräch! sagst du

Stimmt auffallend! sag ich und bin beruhigt, dass wir endlich wieder einer Meinung sind.

Der Mann am Klavier und ich

Und wieder ist es soweit, denke ich und kippe den goldenen Tequila hinunter. Es schüttelt mich kurz und ich beeile mich, in die zimtgeschwängerte Orange zu beißen. Der Geschmack ist so frisch, dass mir ein Gedanke in den Kopf schießt: Ist Tequla vielleicht nur dazu da, dass wir wenigstens gelegentlich Obst zu uns nehmen?

Ich habe noch nicht mal angefangen, mich in das Thema zu vertiefen, da stelle ich, beim Blick durch die Hotelbar, fest: es gibt nur noch uns beide. Mich und den Mann am Klavier. Es ist wieder mal soweit. Der Mann am Klavier und ich weiterlesen

Es hat schon seine Vorteile auf dem Land zu wohnen

6.34 Uhr.

Sonntag morgen.

Der Zug fährt an.

Endlich nach Hause. Raus aus der Stadt weg von dieser Geschäftigkeit.
Es hat schon seine Vorteile auf dem Land zu wohnen, denke ich, da ist es jetzt schön ruhig und unstressig. Wenn ich mir vorstelle ich müsste in die andere Richtung fahren und jetzt hier in diesem Trubel ankommen, …

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Früh aufstehen

Natürlich weiß ich, dass es nicht möglich ist und dennoch fühlt es sich an, als würden meine Arme sich heben und meine Hände sich strecken um ihn festzuhalten, den Moment.

Doch der ist vorbei und ich merke: jeder Moment war bereits bevor ein neuer ist!

Aber warum muss das gerade jetzt so furchtbar schnell gehen?

Wie in Trance fließen die Stunden durch uns durch, strömen sie um uns herum, werden zu Minuten, die nur Sekundenbruchteile andauern.

Früh aufstehen muss ich …

Den Zeiger im Nacken und doch- so scheint es- weit genug weg. In etwa wie der Regen, der von draußen an deine Jalousien klopft.

Ich möchte doch einfach noch einen Moment genießen um beruhigt die Augen schließen zu können, aber die Momente fliegen nur so an uns vorüber, wie Schnee beim Autofahren, oder diese Sterne, die dir auf deinem Bildschirmschoner entgegenflimmern.

Und dann merke ich, dass sich einer in deinen Augen spiegelt, ganz klar und kurz …

… und dann bin ich eingeschlafen.

30 und kein bisschen …

Na, wie ist das so … das dritte mal zu nullen …? He, Alter Mann, …! Lächle solange du noch Zähne hast! Männer mit 30 sind wie Kinder – nur nicht so vernünftig! … he, andere Töchter haben auch schöne Mütter, …

Solche und andere Schmähungen muss man eben hinnehmen wenn man mit zunehmender Reifheit gesegnet ist! Dabei musste ich doch unlängst allen Ernstes meinen Ausweis vorlegen um ein Los der Bayernlotterie erwerben zu können (frei ab 18!)!

Aber hört und staunt ihr Spötter: hiermit beklage ich nachdrücklich und in aller Vehemenz den Fluch meiner späten Geburt!

Ja, ihr hört richtig! Wäre ich nämlich so 100 Jahre früher zur Welt gekommen, hätte ich folgenden Satz in die Geschichtsbücher diktiert:

„Du bist so jung wie deine Zuversicht – Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand. Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf die Begeisterung aber runzelt die Seele.“

So genieße ich mein Leben – schließlich liegt die Todeswahrscheinlichkeit für uns Säugetierähnlichen bei über 100 Prozent! – und überlasse die Lorbeeren für diese Wahrheit meinem hochgeschätzten Kollegen Albert Schweitzer.

Und bevor ichs vergesse: Wer Augen hat wie ein Maulwurf soll lieber 2 mal hinschauen!

Zivilisationskrankheiten I

Ich habe mich heut einliefern lassen.

Nein, nicht weil ich total GAGA bin oder gefährlich oder so …  Ich hab mich angesteckt an einer dieser grassierenden und gravierend unterschätzten Krankheiten, die unsere Zivilisation von innen her zersetzen.

„So ist eben unsere Kultur“ höre ich manchen einwenden, jedoch ist Kultur ja auch immer gewissen Normen und Werten verpflichtet, Krankheit nicht!

Es mag ja sein, dass Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Besserung ist, was aber, wenn ich diese gar nicht erst zulasse? Und dann noch sich eingestehen, dass man Hilfe braucht!

Ich bin jetzt soweit, doch es war ein langer Weg! Zivilisationskrankheiten I weiterlesen

Worte der Weisheit

Was wären wir Alltagsphilosophen ohne unser eigenes Lexikon der Weisheiten!?

Manche hat uns der Alltag gelehrt, andere verriet ein alter Schoschonenhäuptling seinem Sohn Großer Jaguar X-5.

Dies ist ein sich ständig erweiterndes Nachschlagewerk!

  • Solange Menschen, die so aussehen wie wir, trotzdem weitermachen, hat niemand das Recht, verzweifelt zu sein. (matthias belz)
  • Wenn ich mich selbst zum Affen mache, fällt es anderen leichter Mensch zu sein. (flo)
  • Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (der kleine Prinz)
  • Der Satiriker ist ein Irrer, der dem Elefanten Mausefallen stellt. (novaczinsky)
  • Sucht mich nicht, ich finde Euch! (d. schwab)
  • Wer seine Mitte verliert sollte wenigstens den Rand halten. (jürgen becker)
  • Glauben ist die Gärung des Wissens (der kleine flo)
  • Man glaubt zu wissen, dass Kolrabi gährt, aber wissen tut man es erst danach. (bif)
  • Du schreibst zu jeder Zeit Deines Lebens andere Lieder.
    Die Du heut nicht schreibst, schreibst Du niemals wieder! (flo)
  • Cause I cant make you love me if you dont
    You cant make your heart feel something it wont
    Here in the dark, in these lonely hours
    I will lay down my heart and I`ll feel the power
    But you wont, no you wont
    cause I cant make you love me, if you dont (sarah bettens)

One day stand

An den Tag als wir uns kennen lernten hab ich grad gedacht,

weißt du noch, wir haben fast geweint, sosehr haben wir gelacht.

Ich erinner mich noch gut an deine Worte: ich bin kein Typ für eine Nacht,

also haben wir die Nacht zum Tag gemacht und somit halt nur einen Tag zusammen verbracht.

Am Abend, der ja dann der nächste Morgen war,

wach ich auf und du bist nicht mehr da

nichts würde mehr so werden, wie es war, das war klar

weil mein Biorhythmus mit der ganzen Sache überfordert war.

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